Gynäkomastie

Unter Gynäkomastie versteht man die Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann. Bei Jungen kann es, durch die hormonelle Umstellung in der Pubertät, zu Veränderungen der Brust kommen. Eine einseitige oder beidseitige Knotenbildung (bis zu Kirschgröße) kann aber als normal betrachtet werden und bildet sich meist von selbst zurück. Bei erwachsenen Männern kommt es nur selten zu einer spontanen Rückbildung der vergrößerten Brust. Mögliche Ursachen einer Gynäkomastie sind Lebererkrankungen, Erkrankungen der Nebennierenrinde oder eine Schilddrüsenüberfunktion. Aber auch die Einnahme bestimmten Medikamenten oder von Anabolika beim Kraftsport kann zu einer Gynäkomastie führen. Häufig ist eine Gynäkomastie aber auch idiopatisch, das heißt ihre Ursache ist unbekannt. Eine ausgeprägte Gynäkomastie, also eine weiblich erscheinende Männerbrust, stellt für Betroffene oft eine erhebliche psychische Belastung dar und kann mit den Möglichkeiten der Plastischen Chirurgie operativ behoben werden.

Wie wird eine Korrektur einer Gynäkomastie durchgeführt?

Bei einer reinen Fettbrust (Lipomastie) kann die verweiblichte Männerbrust durch Absaugung deutlich verkleinert werden. Dabei kommen die Techniken der Liposuktion zum Einsatz: Das überschüssige Fettgewebe wird mithilfe einer Saugkanüle entfernt, wodurch nur kleine Narben zurückbleiben. Ist ein derber Drüsenkörper die Ursache für die Gynäkomastie, muss dieser über einen kleinen Schnitt am Rand des Warzenhofes entfernt werden. Fast immer ist es bei einer Gynäkomastie sinnvoll sein, die genannten Techniken zu kombinieren. Sollte ein erheblicher Hautüberschuss bestehen, beispielweise nach massiver Gewichtsreduktion, kann eine Straffung des Hautmantels notwendig sein.