Fettabsaugung

Die Fettabsaugung oder Liposuktion ist einer der Klassiker der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie und laut Umfragen bei männlichen Patienten sogar der am häufigsten vorgenommene Eingriff in diesem Fachgebiet. Dabei kommt es im Zusammenhang mit dieser OP oft zu Missverständnissen: Eine Fettabsaugung dient nicht zur Gewichtsreduktion, auch wenn dies manchmal suggeriert wird. Die Fettabsaugung sollte nur zur Modellierung und Harmonisierung der Körpersilhouette eingesetzt werden.

Wie wird eine Fettabsaugung durchgeführt?

Als Standardmethode der Fettabsaugung gilt heute die sogenannte Tumeszenztechnik. Dabei wird vor der eigentlichen Absaugung Flüssigkeit (Tumeszenzlösung) unter Zusatz von Adrenalin in das Fettgewebe gespritzt, die während einer etwa halbstündigen Einwirkzeit zu einem Zusammenziehen der Blutgefäße führt und dadurch die Blutungsneigung deutlich reduziert. Für die eigentliche Fettabsaugung sind nur sehr kleine Hautschnitte notwendig, über die die Absaugkanüle eingeführt werden.
Die Tumeszenzlösung kann mit einem lokal wirkendes Betäubungsmittel versetzt werden, so dass die Fettabsaugung auch ohne Vollnarkose durchgeführt werden kann.
Jede Fettabsaugung wird durch eine anschließende Kompressionsbehandlung mit einem entsprechenden Mieder für 6-8 Wochen komplettiert. Die Kompressionstherapie ist wesentlicher und wichtiger Bestandteil der Fettabsaugung. Durch die Kompression werden die Wundflächen unter der Haut verkleinert und das Risiko für Nachblutungen reduziert, außerdem hilft die Kompression der Haut sich der neuen Körperform anzupassen.